Ugreen 11-in-1-USB4-Dock: Duales 4K mit 120 Hz für Mac und Windows realisiert

Ugreen 11-in-1-USB4-Dock: Duales 4K mit 120 Hz für Mac und Windows realisiert

USB4DockingstationUgreenMacWindows

Quellen:Notebookcheck

Am 2. Oktober 2026 stellte Ugreen seine neue 11-in-1-USB4-Dockingstation für den weltweiten Markt vor. Das Zubehör bietet eine volle Bandbreite von 40 Gbit/s. Der wichtigste technologische Durchbruch: Sowohl unter Windows als auch auf kompatiblen macOS-Systemen (einschließlich Rechnern mit M4- und M5-Chips) unterstützt das Dock die Ausgabe auf zwei unabhängige 4K-Bildschirme mit flüssigen 120 Hz im erweiterten Desktop-Modus.

Die Hardware-Hürden für plattformübergreifende Dual-Display-Setups mit hoher Bildwiederholrate werden damit auf Protokollebene überwunden. In gemischten Arbeitsumgebungen standen Mac-Nutzer bislang oft vor dem Problem, dass macOS kein DisplayPort MST (Multi-Stream Transport) unterstützt und externe Monitore lediglich spiegeln konnte, oder dass Bandbreitenengpässe hohe Bildwiederholraten auf ein einziges Display beschränkten. Nun vereint eine einzige Dockingstation das High-End-Erlebnis beider Betriebssystemwelten.

Volle 40 Gbit/s Bandbreite für zwei 4K-Monitore mit 120 Hz

Die tatsächliche Leistungsfähigkeit einer Dockingstation hängt maßgeblich von der internen Bandbreitenverteilung auf dem Upstream-Kanal ab. Ugreens Modell verbindet sich über ein fest integriertes, 0,8 Meter (2,6 Fuß) langes USB4-Kabel mit dem Host-Rechner und beansprucht die gesamten 40 Gbit/s für sich.

Bei der Videoausgabe unterstützt das Gerät wahlweise ein einzelnes 4K-Display mit bis zu 240 Hz oder zwei parallele 4K-Bildschirme im erweiterten Modus mit jeweils 120 Hz. Zum Vergleich: Das kürzlich vorgestellte Desktop-Dock von Anker in derselben Kategorie erreicht bei einem Einzelbildschirm zwar 1440p bei 240 Hz, drosselt im Dual-4K-Betrieb jedoch auf 60 Hz herunter. Die gleichzeitige Ansteuerung zweier 4K-Monitore bei 120 Hz erfordert nicht nur entsprechende physische Schnittstellen, sondern verlangt dem Controller-Chip eine strikte Priorisierung der DisplayPort-Alt-Mode-Datenpakete ab, damit diese nicht durch parallel laufenden USB-Datenverkehr ausgebremst werden.

Ugreen 11-in-1 USB4-Dockingstation im Desktop-Dual-Monitor-Betrieb Abbildung: Das Dock im gleichzeitigen Betrieb zweier externer Monitore. Quelle: Notebookcheck

Flaches horizontales Gehäuse verhindert störenden Kabelsalat

Aus industrieller Designperspektive verzichtet Ugreen auf die im Dockingstation-Segment häufig anzutreffende vertikale Turmbauweise und setzt stattdessen auf ein flaches, horizontales Profil. Zwar beansprucht diese Bauweise etwas mehr Stellfläche auf dem Tisch, nutzt dafür jedoch den toten Raum direkt unter dem Monitor optimal aus.

Das flache Gehäuse lässt sich problemlos unter Monitorarmen oder Bildschirmerhöhungen platzieren. Damit entfallen die typischen Schwachstellen vertikaler Docks, die bei vielen starren Videokabeln leicht das Gleichgewicht verlieren, umkippen oder das Sichtfeld des Nutzers behindern. Die Anschlüsse an der Vorderseite sind für häufiges Umstecken ausgelegt: ein 10-Gbit/s-USB-C-Port, ein 10-Gbit/s-USB-A-Port, Steckplätze für SD- und microSD-Karten sowie eine 3,5-mm-Audiobuchse. Alle dauerhaft verlegten Peripheriekabel werden sauber an der Rückseite herausgeführt.

140-Watt-Eingang sorgt für großzügige Stromversorgungsreserven

Moderne Desktop-Docks fungieren längst als zentrale Stromknotenpunkte am Arbeitsplatz. Dieses Modell verfügt an der Rückseite über einen dedizierten USB-C-Netzanschluss, der eine Eingangsleistung von bis zu 140 Watt aufnimmt. Nach Abzug eines 25-Watt-Puffers für den internen Chipsatz, die Kartenleser und die USB-Ports leitet das Dock bis zu 115 Watt Ladeleistung direkt an das angeschlossene Notebook weiter.

Dies genügt nicht nur für rechenintensive High-End-Ultrabooks und kompakte mobile Workstations unter Volllast: Der rückseitige 20-Gbit/s-USB4-Downstream-Port liefert zusätzlich bis zu 15 Watt Eigenleistung. Nutzer benötigen lediglich ein einziges Verbindungskabel zum Notebook, um zeitgleich die Stromversorgung des Host-Systems, zwei unabhängige 4K-Videostreams und eine kabellose Smartphone-Ladematte auf dem Schreibtisch zu betreiben.

Umfangreiche Anschlussvielfalt auf der Rückseite Abbildung: Rückseitige Anschlüsse für Netzwerk, Bildschirme und Stromversorgung. Quelle: Notebookcheck

2,5-Gbit/s-Ethernet komplettiert die Desktop-Konnektivität

Trotz der hohen Priorität für Display-Bandbreite verzichtet Ugreen nicht auf einen schnellen 2,5-Gbit/s-RJ45-Ethernet-Port an der Rückseite. In stark ausgelasteten oder störungsanfälligen WLAN-Büroumgebungen bietet der physische 2,5GbE-Port eine unverzichtbare Basis für schnellen NAS-Datenaustausch und reibungslose Übertragungen großer Projektdateien.

Zusammen mit zwei rückseitigen 5-Gbit/s-USB-A-Ports deckt dieses 11-in-1-Dock sämtliche Szenarien von der Stromversorgung über drahtlose Eingabegeräte-Dongles bis hin zu schnellen externen Speichern ab. Die Aufteilung der Bandbreite folgt einer klaren Logik: Der Controller reserviert das Gros der 40 Gbit/s für die beiden 4K-120-Hz-Monitore und nutzt den verbleibenden Spielraum, um Datentransfers mit 10 Gbit/s und 2,5-Gbit/s-Netzwerkverkehr parallel ohne spürbare Latenzen aufrechtzuerhalten.

M4- und M5-Chips heben frühere Display-Beschränkungen auf

Das volle Potenzial moderner Schnittstellenprotokolle entfaltet sich erst mit der entsprechenden Unterstützung durch Betriebssystem und Plattformarchitektur. Laut offizieller Kompatibilitätsübersicht arbeitet das Dock sowohl unter macOS als auch unter Windows sofort per Plug-and-Play. Um den anspruchsvollen Dual-Display-Erweiterungsmodus voll auszureizen, muss der Host-Rechner jedoch zwingend über vollständige USB4-, Thunderbolt-4- oder Thunderbolt-5-Ports verfügen.

Die jüngste Entwicklung von Apple Silicon spiegelt sich in diesem Peripheriegerät deutlich wider. Apples reguläre M-Basischips waren in den vergangenen Generationen berüchtigt für ihre künstliche Limitierung auf lediglich ein einziges externes Display. Dass Ugreen nun explizit die Unterstützung für duale Bildschirmausgabe an kompatiblen Macs mit M4- und M5-Prozessoren ausweist, liefert die direkte Bestätigung eines namhaften Zubehörherstellers, dass Apple die Beschränkungen der externen Display-Pipelines in der neuesten Prozessor-Generation endgültig aufgehoben hat.

Das Ugreen 11-in-1-USB4-Dock schafft mit nativer Unterstützung für duales 4K bei 120 Hz einen nahtlosen Übergang zwischen unterschiedlichen Betriebssystemwelten. Standardisierte Protokolle setzen sich gegen herstellerspezifische Beschränkungen durch und machen anspruchsvolle Multi-Monitor-Arbeitsplätze zugänglicher denn je.

Referenzlinks:

  • Notebookcheck